69. Wiener Opernball
Einmal im Jahr wird der Zuschauerraum der Wiener Staatsoper ausgebaut und mit einem Parkettboden überdeckt, um zum berühmtesten Ballsaal der Welt zu werden. Der 69. Wiener Opernball steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Der Ablauf ist auf die Minute geregelt: Einlass der Gäste um 20:15 Uhr, Ankunft des Bundespräsidenten um 21 Uhr, Eröffnung durch das Debütantenkomitee um 22 Uhr, «Alles Walzer» um 22:45 Uhr, das die Tanzfläche freigibt, Mitternachtsquadrille und danach zwei weitere Quadrillen bis zum Ende um 5 Uhr. Neun Etagen, fünf Tanzflächen, zwanzig Bars und Buffets. Strenge Kleiderordnung: bodenlanges Ballkleid für die Damen (jede Farbe erlaubt, weder Tracht noch Festdirndl), schwarzer Frack, weißes Hemd, weiße Fliege und schwarze Lackschuhe für die Herren — die Galauniform ist zugelassen. Der Abend wird vom österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ORF) live übertragen.
Programm : Veranstalter: Wiener Staatsoper — Opernball-Büro. Ehrenschutz durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Eröffnung durch das Debütantenkomitee (Eröffnungskomitee), das per Vortanzen ausgewählt wird. Der Ball war lange die Bühne für die internationalen Gäste von Richard Lugner (Sophia Loren, Gina Lollobrigida, Kim Kardashian), der 2024 verstorben ist.
So kommen Sie hinein
Opernball-Büro der Wiener Staatsoper — einziger Vertriebsweg für Eintrittskarten, Tischplätze und Logen (die offizielle Website schließt jede andere Verkaufsstelle aus)
Logen über das Opernball-Büro: 27.000 € die Rangloge, 25.000 € die Doppelbühnenloge, 19.000 € die Premium-Bühnenloge oder der Premium-Logentisch, 15.000 € die einfache Bühnenloge oder der einfache Logentisch; die Mitgliedschaft im Freundeskreis der Wiener Staatsoper (Partner+ 8.250 €, Benefactor+ 11.000 €, Donatoren 33.000 €) eröffnet das Vorkaufsrecht auf diese Logen. Eintrittskarten 435 € per Verlosung (Anmeldung für 2027 geschlossen), Tischplätze 665 € inklusive Karte, Zuschauerkarten 110 bis 290 €.
Der schlüsselfertige Aufenthalt
Am 4. Februar 2027 hört die Wiener Staatsoper auf, ein Vorführsaal zu sein: In rund dreißig Stunden verschwinden die Parkettsessel, ein Ballboden wird verlegt und 650 Blumenarrangements schmücken die Logen für den 69. Wiener Opernball. Um 22 Uhr kündigt die Fanfare den Einzug des Jungdamen- und Herrenkomitees an — rund 150 Paare in weißen Kleidern und Frack —, das den Ball mit der Fächerpolonaise von Ziehrer eröffnet, bevor das berühmte «Alles Walzer» die Fläche für die rund 5.000 Gäste freigibt. Es folgen sieben Stunden Walzer auf acht Tanzflächen, mit Quadrillen um Mitternacht, um 2 Uhr und um 4 Uhr, bis zum Ende um 5 Uhr früh. Frack und weiße Schleife für die Herren, langes Kleid für die Damen: In Wien gehört die Etikette zum Schauspiel.
Wo übernachten
- Hotel Sacher Wien — Philharmonikerstraße 4, direkt hinter der Staatsoper: Sie überqueren die Straße in Ballkleidung. Wiener Adresse seit 1876, ausgezeichnet mit 3 Michelin-Schlüsseln und gelistet unter den 50 Best Hotels of the World 2025. Suiten mit Aussicht, darunter die Opera Penthouse Suite, die Madame Butterfly Suite und die Wiener Philharmoniker Suite. Sacher Boutique Spa (Behandlungen mit Seed to Skin und Royal Fern, Massagen, Sauna, Hamam, Fitness), die Restaurants Rote Bar und Grüne Bar, die Blaue Bar sowie das Café Sacher mit der Original Sacher-Torte.
- Grand Hotel Wien — Kärntner Ring 9, an der Ringstraße, drei Gehminuten von der Oper entfernt — nahe genug, um im Morgengrauen auf Stöckelschuhen zu Fuß zurückzukehren. Eröffnet 1870. Terrassenrestaurant 1870 (österreichische Fusionsküche) und japanisches Restaurant Unkai, beide mit zwei Hauben im Gault&Millau ausgezeichnet; dazu die Grand Brasserie, die Unkai Sushi Bar und das Café Rosengarten. Wellnessbereich mit Fitnessraum, Sauna und Dampfbad sowie einem Ladies-Only-Bereich.
Wo speisen
- Steirereck im Stadtpark — Drei Michelin-Sterne seit 2025 — eines der nur zwei Restaurants Österreichs auf diesem Niveau, neben dem Amador. Das Haus von Birgit und Heinz Reitbauer, zeitgenössische österreichische Küche, gespeist aus dem Gemüsegarten auf dem Dach des Restaurants, der kaiserlichen Orangerie von Schönbrunn und dem Familienbetrieb am Pogusch. Am Heumarkt 2a, mitten im Stadtpark, rund zehn Minuten von der Oper entfernt. Service von Montag bis Freitag, mittags und abends; Reservierung unerlässlich.
- Konstantin Filippou — Zwei Michelin-Sterne: der erste 2014, der zweite 2018. Der griechisch-österreichische Küchenchef Konstantin Filippou, in Graz als Sohn einer österreichischen Mutter und eines griechischen Vaters geboren, kocht hier zeitgenössisch; 2016 Koch des Jahres bei Gault&Millau. Dominikanerbastei 17, im 1. Bezirk, rund fünfzehn Gehminuten von der Oper entfernt. Geöffnet am Montag und von Donnerstag bis Samstag, mittags und abends — Achtung, Dienstag und Mittwoch geschlossen.
Was erleben
- Valse viennoise et étiquette à la Tanzschule Elmayer — Die maßgebliche Tanzschule Wiens, 1919 gegründet und im Palais Pallavicini (Bräunerstraße 13) untergebracht. Auf dem Programm: «Ball Express Courses», um die wichtigsten Balltänze in drei Einheiten aufzufrischen, gezieltes Training im Wiener Walzer als Vorbereitung auf Balleröffnungen, maßgeschneiderter Einzelunterricht und ein Etikette-Teil (Seminare und Etikette-Dinner). So kommen Sie zum Opernball und wissen, wie man links herum tanzt, wie bei der Eröffnung.
- Morgenarbeit des lipizzans, École espagnole d'équitation — Die Morgenarbeit der Bereiter und ihrer Lipizzanerhengste in der barocken Winterreitschule der Hofburg (Michaelerplatz 1), begleitet von klassischer Wiener Musik. Eine kaiserliche Stunde ohne Inszenierung: die echte Arbeit, Lockerungsübungen und unermüdlich wiederholte Figuren, in einer der schönsten Reithallen der Welt, rund zehn Gehminuten von der Oper entfernt. Vorführungen um 10 Uhr oder 11:30 Uhr je nach Termin, Karten von 18 bis 29 €.
Offizielle Website der Veranstaltung →